Schaltbau optimiert Fahrgast-Alarmgriff PAD 41 mit längeren Inspektionsintervallen und modularem Wartungskonzept
MÜNCHEN, 22. Januar 2026 – Mit dem Fahrgast-Alarmgriff PAD 41, erstmals vorgestellt auf der InnoTrans 2024, präsentiert Schaltbau den direkten Nachfolger der bewährten PAD-40-Serie. Mit verlängerten Inspektionsintervallen, einfacherer Wartung und größerer funktionaler Flexibilität erfüllt er die steigenden Anforderungen von Bahnbetreibern. Gleichzeitig ist der PAD 41 vollständig mechanisch kompatibel mit bestehenden PAD-40-Installationen, wodurch diese Alarmgriffe ohne Anpassung der Montagefläche ersetzt werden können. Dies erleichtert sowohl die Nachrüstung in bestehenden Flotten als auch die Integration in neue Fahrzeugkonzepte.
Eine zentrale Weiterentwicklung ist der erhöhte B10d-Wert des PAD 41, der erheblich längere Prüfzyklen ermöglicht. Als Kennzahl für die Zuverlässigkeit beschreibt der B10d-Wert die Anzahl der Betätigungen, bei der weniger als zehn Prozent der Fahrgast-Alarmgriffe einen Ausfall erwarten lassen; beim PAD 40 ergaben sich daraus empfohlene Prüfintervalle von sechs Monaten. Mit einem B10d-Wert von 30.000 Betätigungen erlaubt der Nachfolger PAD 41 nun Inspektionsintervalle, die je nach Betriebsbedingungen mit den regulären Wartungszyklen von zwei bis drei Jahren übereinstimmen. Dies senkt sowohl den Wartungsaufwand als auch die Stillstandszeiten der Fahrzeuge, ohne Abstriche bei der Sicherheit.
„Fahrgast-Alarmgriffe werden im regulären Betrieb nur selten betätigt, müssen aber auch nach Jahren zuverlässig funktionieren. Der PAD 41 ist für den Einsatz in Fahrgast-Schienenfahrzeugen ausgelegt, bei denen planbare Prüfintervalle, einfache Wartung und langfristige Zuverlässigkeit entscheidend sind“, erklärt Helmut Pusch, CEO der Schaltbau GmbH Gruppe. „Betreibern bietet der PAD 41 einen klaren Umstieg: als direkter Ersatz für den PAD 40 ohne Änderungen an den Schnittstellen, jedoch mit messbaren Verbesserungen bei Prüfintervallen, Wartungsaufwand und Konfigurationsflexibilität.“
Mit seinem modularen Aufbau ermöglicht der PAD 41 den separaten Austausch von Gehäuseteilen und Griffen, ohne dass eine vollständige Demontage des Geräts erforderlich ist. Zusätzlich wird die Instandhaltung durch wartungsfreie Gleitlager, die keine regelmäßige Schmierung mehr erfordern, sowie durch eine Steckbolzenbefestigung für die Schnappschalter erleichtert. Anders als der PAD 40 kann der PAD 41 mit bis zu vier Schnappschaltern der Typen S826 oder S870 ausgestattet werden.
Die Fahrgast-Alarmgriffe PAD 41 von Schaltbau sind in zahlreichen kundenspezifischen Varianten und Ausstattungsoptionen erhältlich. Dazu gehören zwei Gehäuseversionen – klassisch oder mit abgerundeten Außenkanten –, ein Nothammer mit verriegelbarem Hammerhalter, LED-Anzeigeleuchten, individuelle Beschriftungen sowie ein optionaler Fern-Reset, der sowohl einen manuellen Reset als auch einen Reset über einen elektrischen Eingang ermöglicht.
Schaltbau ist ein weltweit führender Anbieter von Gleichstromlösungen und hat sich auf Produkte und Lösungen spezialisiert, die die Elektrifizierung in allen Branchen vorantreiben. Mit einem breiten Portfolio an Schützen, Steckverbindern, Schaltern und Sicherheitskomponenten unterstützt Schaltbau seit Generationen Partner und Kunden bei der Lösung von Herausforderungen im Schienenverkehr. Aufbauend auf diesem Erbe entwickelt das Unternehmen mit der neuen Marke Eddicy auch hochmoderne Lösungen, die den höchsten Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards für das Schalten und Schützen von Gleichstromanwendungen in den Bereichen Energie und Elektromobilität entsprechen. Mit Hauptsitz in München, Deutschland, und unterstützt von einem globalen Team von über 1.000 Mitarbeitern, gestaltet Schaltbau mit fast einem Jahrhundert Erfahrung weiterhin die Zukunft der Elektrifizierung.